Die Kirche in Wallbach
Im alten Kirchspiel Strinz-Trinitatis/Limbach/Wallbach ist sie mit Abstand das kleinste Gotteshaus: Die Wallbacher Kirche in der alten Dorfmitte an der Hauptstraße übersieht manch einer, der schnell mit dem Auto durch den Ort fährt.
Seit 1753 steht das kleine Kirchlein an dieser Stelle, aber schon 300 Jahre zuvor gab es hier eine Kapelle. Denn die heutige Kirche ist der Nachfolgebau einer Kapelle aus dem Jahr 1425, die dem heiligen Valentin geweiht war.
Doch regelmäßige Gottesdienste fanden über Jahrhunderte nicht darin statt, denn das Dorf gehörte immer schon zur Gemeinde Strinz-Trinitatis. Lediglich Trauerfeiern oder Hochzeiten wurden im Kirchlein begangen.
Ab 1609 durften die Wallbacher in die Limbacher Kirche zum Sontagsgottesdienst gehen, -das bedeutete einen wesentlich kürzeren Kirchweg. Sie erhielten dort sogar eine eigene Tür (-wohl vor allem, damit Streitereien mit den Limbachern vermieden wurden).
1901 bekamen die Wallbacher ein Harmonium für ihre Kirche geschenkt: von der Großherzogin Adelheid von Nassau höchstpersönlich, die dieses Geschenk anlässlich ihrer goldenen Hochzeit machte. Ein Bittbrief der Dorfbevölkerung war der milden Gabe vorausgegangen.
Das Harmonium gibt es heute nicht mehr. Eine kleine Orgel steht für die seit Jahrzehnten regelmäßig stattfindenden Gottesdienste zur Verfügung.
(Beke Heeren-Pradt)