Wehrkirche über dem Dorf
Im Jahr 1320 erlaubte der Erzbischof Balduin von Trier die Errichtung einer Kirche in Panrod. Bis dahin gehörte der Ort zur Pfarrei Bergen, einem Ort bei Brechen. 1321 erfolgte die urkundlich belegte Trennung und Panrod wurde eine selbstständige Pfarrei. Sie entstand dem Limburger Stift St. Georgen bis weit nach der Reformation.
Ein einheitlicher Baustil ist bei der Kirche aufgrund der geschichtlichen Entwicklung nicht zu erkennen. Zunächst wurde das Kirchenschiff auf einem rechteckigen Grundriss errichtet, mit einem quadratischen Turm als Anbau. Der Turm mit schmalen hohen Schlitzen verleiht dem Bau den Charakter einer Wehrkirche. In den Folgejahrhunderten wurden zwei Anbauten errichtet und verschiedene Umbauten im Inneren durchgeführt.
Bei Renovierungsarbeiten im Jahr 1965 wurde eine übermalte Wandfreske entdeckt. Sie wurde freigelegt und zeigt verschiedene Motive aus der Bibel und stammt wohl aus der Zeit um die Reformation.
Sehr viele weitere Informationen zum „Kirchlein“ in Panrod enthält die von Ernst Herbert Haberstock erstellte Chronik der Gemeinde und Kirche in Panrod. Er steht für weitere Informationen gerne zur Verfügung.
(Achim Alberti)