Einzig zur Ehre Gottes

Die Kirche in Ketternschwalbach

Die Kirche in Ketternschwalbach wurde im Jahre 1483 erstmals als Paulinuskirche erwähnt. Unverändert dürften noch die Grundmauern des Kirchturms erhalten sein. Dieser beherbergt die Turmuhr und den Glockenstuhl, in dem drei Kirchenglocken hängen. Die erste ca. 1800 datierte Glocke erklingt noch heute zusammen mit zwei größeren Glocken. Sie ist beschriftet unter anderem mit „Bernhardt von Diefenbach – goß mich – in Gottes Namen floß ich solideogloria“ (lateinisch: einzig zur Ehre Gottes). Diese Glocke läutete alleine während des 2. Weltkrieges, denn die anderen Glocken mussten zur Kriegszwecken abgegeben werden.

Im Jahre 1953 wurden dann zwei neue Glocken feierlich eingeweiht. Die große Glocke ist beschriftet mit „Den Gefallenen zu Gedenken – den Lebenden zur Mahnung“. Auf der mittleren Glocke ist zu lesen: „Tote beklag ich – Lebende ruf ich“.

Das Kirchenschiff wurde im 18. Jahrhundert im romanischen Stil erreichtet- jedoch wurden bei verschiedenen Umbauten auch andere Stilrichtungen und auch Reste eines gotischen Vorgängerbaus verbaut.

Bemerkenswert ist, dass die von Johann Wilhelm Schöler gebaute Orgel von 1816 sich über dem Altar befindet. Dies ist einmalig im Nachbarschaftsraum.

Der Innenraum ist mit einer Flachdecke überspannt. Die Empore befindet sich auf der Seite gegenüber des Altars. Die Kanzel mit ihrem Schalldeckel wurde um 1700 geschaffen. Das Taufbecken stammt von 1719.

Als Kulturdenkmal ist dieses schöne Kirchlein in das Denkmalverzeichnis des Landes Hessen eingetragen.

(Doris Feix)